Bewerbungs-& Karrierefotografie

 Das verwendete Bewerbungsfoto sollte derart neu sein, so dass es auch Ihr gegenwärtiges Aussehen porträtiert. Die übliche Form für Bewerbungsfotos ist das Halbporträt, welches Ihren Kopf und die Schulterpartie ablichtet. In den letzten Jahren hat es sich auch durchgesetzt, immer weniger vom Körper abzulichten und noch mehr das Gesicht in den Vordergrund zu stellen. Um eine Dynamik auf dem Bewerbungsfoto zu erreichen, die zum Anschauen anregt, wird der Kopf bei den meisten Aufnahmen nach rechts und gleichzeitig leicht nach vorne geneigt. Allerdings bedeutet das nicht, dass man nicht auch Halbportraits machen darf, z.B bei einer Stelle als Koch etc.

Die Größe des geeigneten Bewerbungsfotos hängt zum einen von Ihrem Geschmack bzw. Stilempfinden und zum anderen vom allgemeinen Design Ihrer Bewerbungsunterlagen ab. Denn so kann ein zu kleines Bewerbungsfoto auf dem Deckblatt manchmal sehr verloren wirken. Die häufig verwendete Bewerbungsfotogröße im Hochformat ist 3,5 x 4,5 cm – also normale Passfotogröße. Allerdings ist dieses Format für Bewerbungen in den meisten Fällen zu klein, um ausreichend aussagekräftig den Bewerber darzustellen. Daher ist eine größere Größe für das Bewerbungsfoto zu empfehlen: von einer gängigen Bewerbungsfotogröße 5 x 7,5 cm bis zu einer Größe von 7 x 10 cm.

Aber auch das Querformat oder ein quadratisches Format sind Varianten für mutige Bewerber, da sich dadurch die Bildaussage verändert und das Bewerbungsfoto beim Personalverantwortlichen Aufmerksamkeit erregt und Interesse an einer ausführlichen Beschäftigung mit den Bewerbungsunterlagen weckt. Am besten Sie unterhalten sich vorher ausgiebig mit unseren Fotografinnen / Fotografen über verschiedene Möglichkeiten der optimalen Darstellung Ihres Gesichts und Ihres Charakters. Das ist wichtig, damit sich der Personalverantwortliche später im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von Ihnen machen kann.

Eine weitere Streitfrage betrifft immer noch die Farbwahl eines Bewerbungsfotos: Schwarzweiß oder farbig? Hier entscheidet auch wieder Ihr persönlicher Geschmack. Generell gilt: Schwarzweiße Bewerbungsfotos wirken eleganter und unaufdringlicher, währenddessen farbige Bewerbungsfotos durch falsche Farbkombinationen manchmal nicht harmonisch sind. Einen Nachteil von nicht-farbigen Bewerbungsfotos kann allerdings die fehlende Tiefe darstellen. Lassen sie sich auch hier bitte von unseren speziell  aus- und weitergebildeten Fotografinnen und Fotografen beraten.

Mit dem Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes im August 2006 haben sich auch die Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt geändert, besonders auch im Allgemeinen beim Bewerbungs- und Personalauswahlverfahren sowie im Speziellen beim Bewerbungsfoto. Vor dem August 2006 gehörte es zu den obligatorischen Bedingungen, jeder Bewerbung ein Bewerbungsfoto – entweder auf dem Lebenslauf oder auf dem Deckblatt – beizufügen. Dies hat sich nun aber etwas geändert, obwohl zuweilen auch recht große Unsicherheit bei Arbeitgebern und Bewerbern herrscht.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz und Bewerbungsfotos

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verpflichtet die Arbeitgeber unter anderem dazu, Mitarbeiter und Bewerber nicht aufgrund des Geschlechtes, der Religion, der Weltanschauung, des Alters, der sexuellen Identität, einer Behinderung oder der ethnischen Herkunft zu beachteiligen. Zu den weiteren Pflichten der Arbeitgeber gehören daher unter anderem die Einrichtung von Schiedsstellen, die Schulung der Mitarbeiter im Bereich Antidiskriminierung und die genaue Dokumentation des Personalauswahlverfahrens.

Da ein Bewerbungsfoto beispielsweise Rückschlüsse auf die ethnische Herkunft oder eine Behinderung zulässt, indessen aber über keine für die jeweilige Stelle relevanten Informationen Aufschluss gibt, kann schon die arbeitgeberseitige Forderung nach einem Bewerbungsfoto gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstoßen. Auf alle Fälle darf ein beigelegtes Bewerbungsfoto nicht mehr als Entscheidungskriterium bei der Personalauswahl dienen. Allerdings ist natürlich fraglich, ob ein Bewerbungsfoto nicht eher im Unterbewusstsein der Personalverantwortlichen wahrgenommen wird und so subjektiv die Entscheidung für oder gegen einen Bewerber beeinflusst.

 Selbst der Gesetzgeber äußert sich nicht eindeutig. Aus einer Antwort der Bundesregierung zu einer Großen Anfrage “Praxistauglichkeit des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes” geht hervor:

“Stellenanzeigen enthalten oft die Aufforderung, den Bewerbungsunterlagen ein Lichtbild beizufügen. Eine solche Aufforderung des Arbeitgebers ist nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Es gibt keinen allgemeinen Erfahrungssatz des Inhalts, dass Bewerbungsunterlagen mit Lichtbild generell zu einer Benachteiligung, zum Beispiel von Bewerbern mit bestimmter ethnischer Herkunft oder wegen des Alters, führen. Wird im anschließenden Auswahlverfahren der Bewerber, auf dessen Lichtbild bestimmte Diskriminierungsmerkmale erkennbar sind, nicht eingestellt, so kann das Verlangen nach Vorlage eines Lichtbildes bei Hinzutreten weiterer Anhaltspunkte im konkreten Einzelfall Indiz für eine ungerechtfertigte Benachteiligung sein.”
In Deutschland erwarten freilich auch noch viele Unternehmen stillschweigend ein Bewerbungsfoto. Und grundsätzlich stellt sich die Situation so dar, dass Bewerbungen ohne Bewerbungsfoto tendenziell negativ bewertet werden, zumal Gründe für eine Benachteiligung sich ebenso aus anderen Angaben in der Bewerbung ergeben könnten. Einzelne – vornehmlich sehr international orientierte – Unternehmen weisen allerdings schon ausdrücklich darauf hin, auf ein Bewerbungsfoto bei den Bewerbungsunterlagen zu verzichten: “In unserem Bewerbungsverfahren sind allein fachliche Kriterien ausschlaggebend. Wir werden Ihr fachliches Profil mit unserem Anforderungsprofil abgleichen. Bitte senden Sie uns deshalb auch keine unnötigen persönlichen Informationen wie Lichtbild etc. zu.” (Quelle: Allianz-Stellenmarkt)

.
[googlemaps https://www.google.com/maps/embed?pb=!1m18!1m12!1m3!1d2534.471872630148!2d7.968011551053989!3d50.56259068705891!2m3!1f0!2f0!3f0!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!3m3!1m2!1s0x47bc33b79cf274d9%3A0x66cced5bba9f48cd!2sFOTO+GALERIE+HOFER!5e0!3m2!1sde!2sde!4v1445425026983&w=600&h=450]

FOTO GALERIE HOFER

Adolfstraße 2

D-56457 Westerburg / Rheinland-Pfalz

+49 (0) 26 63 – 43 40 fon

+49 (0) 26 63 – 32 38 fax

 

westerburg@foto-galerie-hofer.com

www.foto-galerie-hofer.com