Bilder für die Gesundheitskarte

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Das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) sieht vor, die Krankenversichertenkarte bzw. die elektronische Gesundheitskarte um ein Lichtbild zu ergänzen, um die Zuordnung zum jeweiligen Karteninhaber zu verbessern und damit den Missbrauch zu verhindern. Es wurde festgelegt, dass dies spätestens mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte umgesetzt wird. Ausnahme: Versicherte bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres sowie Versicherte, deren Mitwirkung bei der Erstellung des Lichtbildes nicht möglich ist (z.B. Schwerstpflegebedürftige) können eine Krankenversichertenkarte bzw. eine elektronische Gesundheitskarte ohne Lichtbild erhalten. Einige Krankenkassen haben inzwischen ihre Versicherten angeschrieben und um Übersendung des Lichtbildes für die elektronische Gesundheitskarte gebeten oder angeboten, die Aufnahmen in den jeweiligen Dienststellen anzufertigen. Wichtig ist: Die Ausgabe der Krankenversichertenkarte bzw. der elektronischen Gesundheitskarte insbesondere zum Nachweis des Bestehens eines Versicherungsverhältnisses kann nur nach Angabe aller dafür erforderlichen Daten erfolgen. Dazu gehrt das Lichtbild. Nach erfolgter Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarten an alle Versicherten werden die bisherigen Krankenversichertenkarten ihre Gültigkeit verlieren.

Quelle: www.bmg.bund.de

02.02.2011

Zehn Prozent der Krankenversicherten aller Kassen sollen bis Jahresende im Besitz einer  elektronischen Gesundheitskarte sein. Dieses Ziel hat die Politik bei Androhung von Vertragsstrafe so vorgegeben.

Im Jahr 2009 haben bereits viele Krankenkassen von ihren Versicherten ein Lichtbild für die neue Elektronische Gesundheitskarte eGK angefordert. Durch den Regierungswechsel im gleichen Jahr wurde der geplante Start der eGK vorerst gestoppt und verschoben.

Der Koalitionspartner FDP hatte durchgesetzt, dass erst die technischen Voraussetzungen für die Einführung geschaffen werden und datenschutzrechtliche Bedenken aus dem Weg geräumt werden müssen. Auch die Ärzteschaft hatte auf dem Ärztetag im Mai 2010 mit großer Mehrheit gefordert, das Projekt Gesundheitskarte „in der weiterverfolgten Zielsetzung endgültig aufzugeben“.

Dieser Konflikt führte zu der Regelung, dass die Kartenausgabe der Kassen erst dann erfolgt, wenn alle Ärzte die notwendigen Lesegeräte besitzen.

Die neue Karte enthält neben dem obligatorischen Lichtbild als Pflichtteil zunächst nur die Standarddaten des Versicherten genau wie die herkömmlichen Versicherungskarte. Auf der Rückseite wird einheitlich die Europäische Versicherungskarte (EHIC)aufgebracht sein.

Entscheidend ist aber, dass es sich bei dem auf der Karte aufgebrachten Chip um einen Mikroprozessor handelt, der in Zukunft viele weitere Funktionen möglich macht.

Dazu gehört das elektronische Rezept, welches die heutigen Papier-Rezepte in der Apotheke ablösen wird. Auch die Praxisgebühr soll zukünftig bargeldlos über die Versicherungskarte bezahlt werden können.

Weiterhin muss die Karte technisch geeignet sein, weitere freiwillige Anwendungen zu unterstützen. Das sind Notfallversorgungsdaten, der sog. elektronische Arztbrief, Daten zur Arzneimittelverträglichkeit des Patienten, die sog. elektronische Patientenakte und Daten über in Anspruch genommene Leistungen und Kosten für den Versicherten.

Inzwischen läuft die Ausstattung der Arztpraxen mit den neuen Lesegeräten und soll bis Jahresende weitgehend abgeschlossen sein. Versicherte, die noch kein Foto eingereicht haben, bekommen in diesem Jahr noch einmal Post von ihrer Krankenkasse.
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